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Energiewende - aber wie?

Besuch bei den Stadtwerken

v.l.-n.r.: Dr. Fritz Scholz, Karl-Adolf Pfestorf, Karl-Heinz Gollwitzer, Stefan Kaiser, Dr. Georg Meiski, Dr. Brigitte Scholz-Eppig, Hugo Haas, Dipl.Ing. Siegfried Riesinger, Geschäftsführer Franz-Josef Krempchen

Freie Wähler diskutieren in den Stadtwerken Deggendorf

Wie soll die zukünftige Energieversorgung ohne Kernkraft vor Ort bewerkstelligt werden? Welche Möglichkeiten gibt es in Deggendorf, die regenerative Stromerzeugung auszubauen und dabei die Bürger stärker als bisher einzubeziehen? Diese Fragen besprach die Stadtratsfraktion der Freien Wähler mit dem Geschäftsführer der Stadtwerke Deggendorf GmbH, Franz-Josef Krempchen, und dem technischen Leiter Siegfried Riesinger.

Zunächst besichtigte man das generalüberholte Wasserkraftwerk an der Graflinger Straße, das nun vollautomatisch je nach Wasserstand im Stauweiher am Waffenhammer bis zu drei Turbinen in Betrieb nehmen kann. Da die zur Verfügung stehende Wassermenge begrenzt und das Gefälle nur gering ist, kann das 1929 errichtete Wasserkraftwerk allerdings nur wenig zur Stromversorgung von Deggendorf beitragen. Wesentlich wichtiger ist heute bereits der von Photovoltaik-Anlagen erzeugte Strom, der in Deggendorf bis zu 12% des Strombedarfs decken kann. Doch besteht hier das Problem der schwankenden Stromlieferung: Aufziehende Wolken, Nebel und eben auch die Dunkelheit der Nacht machen es erforderlich, stets ein alternatives Stromangebot bereit zu halten.

Ausführlich wurde diskutiert, welche Chancen für einen Ausbau der regenerativen Energiegewinnung im Raum Deggendorf bestehen. Franz-Josef Krempchen zeigte an Hand von Karten und Tabellen, dass nach derzeitigem Stand der Technik die Nutzung der Windenergie im Landkreis Deggendorf noch nicht lohnenswert sei. Beim Ausbau der Photovoltaik sei dies anders, wobei langfristig Lösungen für eine wirtschaftlich akzeptable Speicherung des Solarstroms gefunden werden müssten.

FW-Ortsvorsitzender Stefan Kaiser wollte wissen, welche Chancen dem Konzept einer Bürger-Energiegenossenschaft zugebilligt würden. Krempchen führte aus, dass die Stadtwerke dies mit dem Hinweis auf beispielsweise das Prospekthaftungsgesetz nicht realisieren könnten. Da aber in anderen Kommunen solche von den FW initiierten Bürgeraktivitäten schon erfolgreich arbeiten, möchte Kaiser diese demokratische Form der Energiegewinnung weiter verfolgen. Krempchen glaubt, dass mit Blockheizkraftwerken eine ökologisch vertretbare und kostengünstige Erzeugung von elektrischer Energie möglich sei, vor allem wenn die anfallende Wärme voll genutzt werden könne und vom Gesetzgeber eine weitergehende Förderung erfolge.

FW-Fraktionsvorsitzender Karl-Adolf Pfestorf stellte am Ende der hochinteressanten Diskussion fest, dass sich die FW dem Thema der regionalen Erzeugung elektrischer Energie bei gleichzeitiger möglichst breiter Bürgerbeteiligung weiterhin verstärkt widmen werden.