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Gegen Donauausbau - für Hochwasserschutz

MdL Hubert Aiwanger im Mühlhamer Keller

Blick vom Mühlhamer Keller, flußaufwärts
Die Mühlhamer Schleife

Deggendorf, Niederalteich, Osterhofen/Mühlham. 20.05.09 (sk). Der FW-Kreisverband traf sich bei besten Ausflugswetter mit den Fahrrädern an der Fähre Niederalteich, setze über und radelte zur Mühlhamer Schleife. Im Mühlhamer Keller traf man sich mit MdL Hubert Aiwanger zu einer Diskussionrunde mit dem Bund Naturschutz vertreten durch Georg Kestel.

Hubert Aiwanger war sichtlich begeistert von dem letzten Stück freifließende Donau zwischen Straubing und Vilshofen.

Die Bürgermeister Mayer (Hengersberg) und Thalhammer (Niederalteich) erläuterten die Notwendigkeit des Hochwasserschutzes auf ihren Gemeindegebieten. So das Hengersberger Gewerbegebiet und Niederalteich komplett Poldergebiet. Ziel ist es ein hundertjährliches Hochwasser zu beherrschen.

 

Freie Wähler lehnen geplanten Donau-Ausbau ab

Aiwanger hält allenfalls sanfte Variante ohne Stützschwellen für denkbar

 

(ue).An der Mühlhamer Schleife, einem besonders schönen Flussbereich der hier noch frei fließenden Donau, trafen sich auf Einladung des FW-Kreisvorsitzenden Dr. Georg Meiski örtliche Politiker mit dem FW-Fraktionsvorsitzenden Hubert Aiwanger. Die Bürgermeister Josef Thalhammer von Niederalteich und Christian Mayer von Hengersberg, sowie mehrere Gemeinderäte und Georg Kestel vom Bund Naturschutz diskutierten mit Aiwanger über den von der CSU favorisierten Donau-Ausbau. Dabei betonten die beiden Bürgermeister, es sei nicht länger hinzunehmen, dass dringend erforderliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz nicht durchgeführt werden, weil man nicht wisse, wie der Donauausbau vonstatten gehen solle. Beide Bürgermeister forderten mit Nachdruck, dass Hochwasserschutz und Donauausbau unverzüglich voneinander zu trennen seien.

Es wurde klar, dass der Donau-Ausbau nach der von der Bayerischen Staatsregierung propagierten Variante C 280 für Niederbayern allenfalls während der Bauarbeiten einige wirtschaftliche Impulse bringe. Dafür werde aber  der letzte naturnahe Abschnitt der Donau und eine herrliche Flusslandschaft zerstört. Dies werde auch enorme Auswirkungen auf den örtlichen Tourismus haben. Georg Kestel vom Bund Naturschutz erläuterte eingehend, welche ökologischen Auswirkungen von dieser angeblich harmlosen Variante C 280 zu erwarten seien. Er betonte, dass niemand mit Sicherheit vorhersagen könne, wie sich die Grundwasserverhältnisse nach einer Kanalsierung der Donau verändern werden. Neben Auswirkungen auf Gebäude und Landwirtschaft sei auf jeden Fall ein massives Artensterben in der Tier- und Pflanzenwelt zu befürchten.

Einen Schwerpunkt der Diskussion bildete auch die Frage nach den gepriesenen wirtschaftlichen Impulsen, die der Donau-Ausbau für die hiesige Region bringen solle. Man war sich einig, dass der jetzige Rhein-Main-Donau-Kanal für moderne große Containerschiffe zu schmal sei; nach einem Ausbau der Donau zwischen Deggendorf und Vilshofen werde diese Wasserstraße nicht plötzlich enorm an Bedeutung gewinnen. Woher die verheißenen wirtschaftlichen Impulse nach einem Donau-Ausbau kommen sollen, könne niemand erklären. Wenn der Schiffsverkehr zunähme, würden zwischen Straubing und Passau wohl nicht deutlich mehr Güter umgeschlagen, da es hier für Massengüter weder Abnehmer noch Lieferanten gebe. Es gehe den Befürwortern des Donau-Ausbaus also im Wesentlichen nur darum, EU-Mittel für den Bau in unsere Region zu holen und bei Kanalisierungsarbeiten an Aufträge zu kommen. Von den langfristigen negativen Auswirkungen der Donau-Kanalisierung wolle man nichts wissen.

„Man will am Betonieren verdienen“, brachte es Hubert Aiwanger auf den Punkt. Er sicherte zu, dass die Freien Wähler im Landtag klar Position gegen einen massiven Donau-Ausbau beziehen werden und betonte: „Die Landtagsfraktion der Freien Wähler tritt geschlossen für den Erhalt der frei fließenden Donau ein. Mit uns ist eine Kanalisierung der Donau nicht zu machen. In Frage kommt allenfalls ein ökologischer Ausbau ohne jede Staustufe.“  

 

Die Radlgruppe auf der Fähre Niederalteich.
Bgm. Josef Thalhammer, Dr. Josef Einhellig, MdL Hubert Aiwanger, Georg Kerstel, Ulrich Eckert, Stefan Kaiser