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Talk am Donnerstag 06.08.09

Jugendgewalt – Ausländerfeindlichkeit - Antisemitismus

v.l. - n.r.:Dr. Georg Meiski, Karl-Adolf Pfestorf und Martin Hohenberger
v.l.: FW-Stadtrat Dr. Georg Meiski, FW-Fraktionsvorsitzender K-A Pfestorf, JL-Stadtrat Martin Hohenberger

Junge Liste Stadtrat Martin Hohenberger

Dr. Georg Meiski und Martin Hohenberger informieren Bürger.

Deggendorf (sk). Das kriminologische Forschungsinstitut erstellte gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium - BMI - den Forschungsbericht „Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt“. (Quelle). Es wurden deutschlandweit 40.000 Schülerinnen und Schüler der 9.Klasse zu Themen wie Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus befragt. Der FW-Stadtrat und Richter am Landgericht Dr. Georg Meiski erörterte den Besuchern die Statistik. So antworteten 36% der männlichen Befragten und 16% der weiblichen Befragten auf die Frage – Gibt es zu viele Ausländer in Deutschland – mit „JA“.

22% der Befragten finden Ausländer sollen keine politischen Tätigkeiten ausüben und 40% der Befragten halten Ausländer für kriminell.

Schockierend ist, dass 14% der Jugendlichen die Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung während des 2. Weltkrieges nicht schrecklich empfinden. In der Studie gelten insgesamt 15% der 2008 befragten Jugendlichen aus den 9.Klassen als ausländerfeindlich. Ein Unterschied zwischen den westdeutschen und den ostdeutschen Bundesländern besteht nicht. Die Anzahl der Straftaten, welche aus Ausländerfeindlichkeit begangen worden sind, ist bildungsabhängig. Circa 5% der männlichen Jugendlichen, welche 2008 in die 9.Klasse besuchten gaben an, Mitglied einer rechten Gruppe oder Kameradschaft zu sein. Bei den männlichen Hauptschülern sind es sogar 8%.

JungeListe-Stadtrat und Geschäftsführer des Kreisjugendrings Martin Hohenberger setzte seinen Fokus auf den Landkreis Deggendorf und bestätigte die Vermutung, dass Jugendgewalt und Rechtsextremismus in Deggendorf absolut aktuell sind. In Straubing hat sich die NPD bereits breit gemacht und betreibt dort deren bayrische Landeszentrale. Hohenberger weiß, dass auch in der Berufsschule Deggendorf die Schulhof-CD mit rechtsextremen Songtexten verpackt in Rockmusik kostenlos verteilt werden. Warum vor allem Jugendliche sehr empfänglich für NPD und Co. sind, ist begründet in der Art und Weise wie diese angesprochen werden. Zwanglos, kostenlos und das Versprechen von Abenteuer und Erlebnissen, mit Zeltlagerromantik, mit Lagerfeuer, mit  Musik und Mode und Abenteuer  werden Jugendliche schrittweise an rechtes Gedankengut herangeführt. Hier kommt Hohenberger auf ein gesellschaftliches Problem: „Eltern kümmern sich zu wenig um Ihre Kinder. Probleme müssen zu Hause gelöst werden.“ und „Kinder und Jugendliche brauchen Grenzen“ und „es ist anstrengend konsequent zu sein.“

Ein weiterer Trend ist das Bestreben des rechten Randes sich auf die intellektuelle Seite zu drängen. Auch das Internet nutzen die Kameradschaften ausgiebig um sich zur organisieren.

Viele Leute denken, diese Probleme sind weit weg, aber man müsse sich nur die Wahlergebnisse anschauen. Über 5% fallen in Region Deggendorf regelmäßig Rechtsextremen zu, auch wenn diese versuchen das Extreme zu leugnen.

Meiski und Hohenberger sind sich einig, dass „Politiker wieder Vorbilder für Kinder und Jugendliche für das demokratische Verständnis werden müssen“.

Ulrich Eckert fragt, ob die alarmierend hohen Anteile Rechtsradikaler bei Jugendlichen nicht denen bei den Erwachsenen entsprechen, ob also rechtsradikale Gesinnung wirklich besonders auffallend hoch nur bei Jugendlichen sei. Man müsse deshalb vergleichen, wie hoch der Anteil der Erwachsenen mit ausländerfeindlicher und rechtsradikaler Gesinnung sei; u.U. sei dieser Anteil noch viel größer als bei Jugendlichen.

Franz Hasmeier erklärt an einem Vergleich der niederbayerischen Städte Abensberg und Pocking, dass man viele Probleme durch gute Vereinsarbeit in den Griff bekommen kann.

Markus Primbs hinterfragt, warum Rechte kostenlose Kinderfreizeiten anbieten können und ein Kreisjugendring dies nicht bewerkstelligen könne.

 

 

Der Pressesprecher der FW Deggendorf

Stefan Kaiser – Stadt-Au 44 – 94469 Deggendorf

+49 151 25 20 96 45  –  stefan.kaiser@fw-landtag.de